LACHGAS in der Zahnmedizin
====================================
Lachgas (Distickstoffmonoxid) ist ein farbloses Gas aus der Gruppe der Stickoxide. Die schmerzstillende und sedierende Wirkung von Lachgas wurde bereits im 18. Jahrhundert entdeckt. Der amerikanische Zahnarzt Horace Wells verwendete als erste Zahnarzt das Lachgas als Narkosemittel, ab 1844 "zog" er die Zähne in einer Lachgasnarkose, nachdem er dessen schmerzstillende Wirkung zufällig bei einer Jahrmarktveranstaltung beobachtet hatte. Damals wurde eher die schmerzstillende Wirkung von Lachgas ausgenutzt, heute ist es seine angstlösende Eigenschaft bei der Behandlung von Kindern und Patienten mit Zahnarztangst, die sogenannte Lachgassedierung. Deshalb muss heute noch eine Lokalanästhesie erfolgen, erst dann ist eine schmerzlose Behandlung möglich. Durch die Lachgassedierung ist jetzt aber die Injektion problemlos möglich und eine schmerzfreie Behandlung kann durchgeführt werden!
In den USA und in vielen anderen Ländern (z.B. England, Skandinavien, Italien ) wenden über 50% der Zahnärzte Lachgas routinemässig bei ihrer Zahnbehandlung an.

Da das Lachgas heute nicht mehr als Narkotikum , sondern nur zur Sedierung des Patienten benutzt wird, ist die Anwendung im Prinzip ohne jede Nebenwirkung. Der Patient ist immer bei Bewußtsein und die Reflexe (Athmung,Schluckreflex etc.) sind voll erhalten. Zu jeder Zeit kann mit dem Patienten gesprochen werden und der Patient kann auch immer antworten.

Die Patienten kommen in eine "Leck mich am Arsch" - Haltung, das bedeutet, er hat keine Angst mehr vor der zahnärztlichen Behandlung. Der Patient ist total entspannt und die Akzeptanz für eine problemlose Zahnbehandlung erhöht sich. So kann der Zahn betäubt werden, die Füllung gelegt werden oder der Zahn entfernt werden. Nach der Behandlung mit Lachgas atmet der Patient einige Minuten lang reinen Sauerstoff ein. Dadurch lässt die Wirkung des Lachgases sofort nach und der Patient kann anschliessend die Praxis mit "klarem Kopf" verlassen. Als Nebeneffekt bewirkt das Lachgas noch eine Amnesie ( der Patient vergisst die Behandlung ) und der Patient verliert sein Zeitgefühl ( die Behandlungszeit verkürzt sich für den Patient ).

Es gibt folgende Indikationen für die Behandlung mit Lachgas:

Aktualisierung: 3.10.2011